Wer ist Seb

Drei Akte, ein Leben

Spieler, Funktionär, Immobilienmakler, Gemeinderat. Und vor allem: verheiratet, sieht er seine Töchter aufwachsen.

Akt I

Der Kämpfer auf dem Eis

Sébastien wächst in Morges in der Westschweiz auf, als Sohn von Pierre-André Reuille, Torhüter der Nationalliga. Das Eishockey kommt früh in sein Leben. Zuerst als Umfeld, dann als Entscheidung, schließlich als Beruf.

Mit 15 verlässt er die Westschweiz. Nicht für einen Urlaub. Um Profi zu werden. Kloten, Deutschschweiz: eine andere Sprache, ein anderer Rhythmus, ein anderes Niveau. In diesem Alter suchen viele Sicherheit. Er wählt Distanz, Disziplin und den Willen, zu wachsen und zu lernen.

Mit der Unterstützung seiner Eltern, aber mit einer bereits eigenen Entscheidung. 1998 wird er Profi beim EHC Kloten, danach geht es weiter in Rapperswil. 2004 kommt der Anruf, der alles verändert: Lugano.

Sébastien Reuille
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HC Lugano

Schweizer Titel und die Stiche

Im schwarz-weißen Trikot gewinnt er 2006 den Schweizer Titel. Dann kehrt er für drei Saisons nach Rapperswil zurück, bevor er 2010 nach Lugano zurückkommt. Von da an ist Lugano nicht mehr nur ein Team. Es wird zur Heimat.

Es war nicht in einem Spiel, sondern bei einem Training vor der Partie: Ein Puck trifft ihn mitten ins Gesicht. 80 Stiche und drei Kieferbrüche. Drei Wochen später steht er zum Playoff-Auftakt wieder auf dem Eis.

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Hall of Fame · 2023

2023 wird er in die Hall of Fame des Schweizer Eishockeys aufgenommen. „Das passiert nicht jedem. Etwas Gutes habe ich also geleistet."

Akt II

Der Visionär

Während er spielte, wartete Sébastien nicht. Er lernte. Er arbeitete. Er bereitete das Danach vor, während die Gegenwart ihm alles abverlangte. Manche Mitspieler lachten: „Warum gehst du arbeiten?" Weil er wusste, was man im Sport früh lernt: Eine Karriere kann enden. Eine Haltung nicht. Und niemals aufgeben.

Sébastien Reuille

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Sébastien Reuille
Akt III

Der Bürger

Lugano ist keine Kulisse in seiner Geschichte. Es ist der Ort, an dem seine Geschichte Gewicht bekam. Hier hat er gespielt, gearbeitet, Beziehungen aufgebaut, Menschen zugehört. Deshalb kommt das politische Engagement nicht als neue Identität: Es kommt als Folge. 2024 kandidiert er bei den Gemeindewahlen auf der FDP-Liste. Er wird zum Gemeinderat gewählt. Es ist kein Sprung ins Ungewisse — es ist eine andere Art, das zu tun, was er immer getan hat: im Spiel bleiben, Verantwortung übernehmen, etwas Bleibendes schaffen.

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Jede Entscheidung hat Spuren hinterlassen.

Entdecken Sie die Etappen, die seinen Werdegang geprägt haben, von 1981 bis heute.